Korruption in Russland: nicht „naturgegeben“!

Der Sommer ist vorbei und wir widmen uns hier dem Ernst des Lebens: dem Thema der Korruption in Russland.

Denn die Korruption in Russland, genauer gesagt, Angst vor dem – finanziell und legal – unkalkulierten Risiko, stellt eine der wichtigsten Barrieren für deutsche Unternehmen bei ihren Überlegungen in Richtung „Go East!“.

Historische Wurzeln

der Korruption liegen seit eh und je in den „Sparmassnahmen“ der russischen Zaren: Statt ihren Bediensteten ein vernünftiges Gehalt zu zahlen, ließ man sie für die Dienstleistungen vom Volk bezahlen. Erst Katharina die Große, die Russland von 1762 bis 1796 regierte, setzte dieser Praxis die Regel davor. Ohne nachhaltigen Erfolg, denn auch ihr Staatshaushalt war verschuldet und konnte die Beamten allein nicht ernähren. Außerdem setzte sich die Macht der Gewohnheit durch, welche die Zuwendungen an Beamte und andere Mächtigen – ob in Geld oder Naturalien – zu einer Selbstverständlichkeit machte. Das Nachhallen davon ist noch heute zu spüren: Eine alte Dame geht zum Arzt und sieht sich im Pflichte – trotz der kostenlosen medizinischen Versorgung – etwas mitzubringen. Weil sie als Rentnerin nur wenig Geld hat, nimmt sie ihr bestes Porzellanstück mit. Der Arztbesuch verläuft aus ihrer Sicht schlecht: „Doktor hat mich kaum angekuckt, geschweige untersucht. Wahrscheinlich hätte ich lieber zwei von diesen Figuren mitbringen müssen?…“

Korruption – muss nicht sein! Auch in Russland!!!

Gefühle und statistische Korruption

Und es ist wohl das Traurigste dabei: Die Selbstverständlichkeit, mit der – auch ohne Not – geschmiert wird. Das belegen Ergebnisse einer Studie „Korruption in Russland: nicht „naturgegeben“!“ weiterlesen