Deutsch-Russisches Interkulturelles Management April 2010: „DIESE RUSSEN!“

 „Diese Russen! Alles müssen sie anderes machen, und dazu noch zeitlich versetzt. Sogar Russische Weihnachten kommen später als bei uns!“

Könnte dieser Satz von Ihnen sein? Dann sind Sie hier genau richtig! Hier und jetzt.

Bevor der nächste geschäftliche Kontakt mit einem russischen Partner ansteht, sollten Sie sich bewusst werden: Der stolze Russe verzeiht Hochnäsigkeit nie! Und wird das Geschäft zu blockieren wissen, denn das Persönliche kommt im russischen Business vor dem Sachlichen.

Keine Frage, die Stereotype haben ihre Berechtigung. Und auch Nutzen. Sie helfen vorerst die unbekannte Welt zu ordnen. Vorerst. Dann müssen die persönlichen Eindrücke, ganz konkrete Erlebnisse die Chance haben, diese Stereotypen zu relativieren oder gar umzukippen. Wissen Sie übrigens welche Stereotype die deutsche Geschäftspartner aus russischer Sicht haben? Dann halten Sie sich fest: „Ordnungsfanatiker, die selbst nicht denken können“ oder „Langweilig und arrogant“. Ungerecht? Natürlich! Es gibt aber auch positive Seiten der Stereotypen. So sind die deutsche Manager in russischen Augen „fleißig, verlässlich, genau“. Sie werden bestimmt auch etwas nettes über russische Menschen sofort sagen können: herzlich, gastfreundlich und erfindungsreich. Na bitte, geht doch!

Die kulturellen Unterschiede, die vereinfacht in Stereotypen ihren Ausdruck finden, sind ein Faktum. Die Frage ist, sollen sie bekämpft werden oder sollen sie akzeptiert, respektvoll studiert werden, die geschäftliche Kommunikation bereichern und die Geschäfte zu langfristigen Win-Win Konstellation entwickeln? Die Antwort liegt auf der Hand. Meine Aufgabe sehe ich darin, Ihnen in Bezug auf russisch-deutsche crosskulturelle Unterschiede meine Ideen und Überzeugungen und einfach nützlichen Tipps aus zwanzig Jahren Berufserfahrung im multikulturellen Spannungsfeld zu geben.

Nächste Ausgabe in Mai: Russische Frauen im Business