E Training Export

Das ist wie mit der Sendung mit der Maus: klingt kindisch, beinhaltet aber viele nützliche Informationen und fesselt einen – auch älteren Zuschauer. Genau diesen Eindruck machte auf mich ein elektronisches „Seminar“ für Export-Anfänger „eTraining Export-Vorbereitung“.

http://www.existenzgruender.de/etraining/export_vorbereitung/etraining.html
 

Jedoch empfehle ich diesen Link für Export-Anfänger und auch Export-Erfahrende unter den Leser meines Blogs. Es gibt immer etwas Neues zu erfahren und außerdem können einzelne Themen und Lektionen übersprungen werden.

Der Trainer beinhaltet vier Lektionen:

Voraussetzungen prüfen

Zielmärkte finden

Geschäftspartner und Vertrieb

Finanzieren und Versichern

Der Herausgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Referat Öffentlichkeitsarbeit; es zeichnet verantwortlich für die Aktualität der Informationen. Die Lernmethode ist leicht verstaubt, aber ´was soll`s!

Wichtige Informationsquelle: gtai

Viel weniger verstaubt sind Informationen, die Korrespondenten des „Germany Trade & Invest“ vor Ort sammeln. www.gtai.de. Diese staatlich finanzierte Organisation unterstützt ausländische Unternehmen bei ihrer Ansiedlung in Deutschland und deutsche Unternehmen im Ausland. Das Netz der gtai-Korrespondenten ist dicht und hochwertig. Es gibt höchst qualifizierte Experten in China, aber auch auf Kuba. Die Zeitschrift „Markets“ ist nicht kostenlos aber interessant und aktuell.

Interkulturelle Kompetenz für Wirtschaft und Wissenschaft IKWW

Und: ich arbeite weder für das Wirtschaftsministerium noch für gtai, sondern für IKWW- Interkulturelle Kompetenz für Wirtschaft und Wissenschaft, einen Dienstleister, der Ihnen hilft, die handelnde Personen im Zielmarkt besser zu verstehen und bei Exportgeschäften oder Joint-Ventures schneller und nachhaltiger zum Erfolg zu gelangen: www.interkulturell.eu/leistungen

Wie bei jedem internationalen d.h. interkulturellen Geschäft sind bei Export-Import-Projekten Konflikte geradezu „natürlich“, sprich vorprogrammiert, können aber im Vorfeld vermieden werden, und – wenn sie doch entstehen oder schon entstanden sind – mit Instrumenten des interkulturellen Managements gelöst und so dennoch zu unerwarteten Erfolgen führen. Wie das geht? Die Antwort darauf gibt mein eintägiger Workshop am 19. November 2012 in Berlin.

 

Seminar „Konfliktvermeidung und – Lösung im internationalen Geschäft“:         fundiert, praxisnah, für das Management

Im Workshop werden theoretische Kenntnisse zu Aha-Erlebnissen bei der Analyse von Erfahrungen, die die Teilnehmer im internationalen Business bereits gemacht haben. Außerdem werden die Teilnehmer das Rüstzeug für zukünftige Situationen und Projekte bekommen, konkrete Ideen und Verbesserungsvorschläge für sich und für ihr Unternehmen generieren können. Ein praktischer Mehrwert ist garantiert!

Inhalte:

  1. Einführung / Vorstellungsrunde / Spielregeln

2. Das Konfliktmanagement beginnt mit der Konfliktvermeidung

–          Businesskultur versus Landeskultur versus einzelne handelnde Person

–          Wo und wann entsteht und eskaliert ein Konflikt? Eisbergmodell plus

–          Gemessene Landeskulturen. Sechs Kulturdimensionen von G. Hofstede als theoretische Basis zur Vermeidung kulturbedingter Konflikte

–           Zwei Kulturdimensionen nach E. Hall als theoretische Basis zur Vermeidung kulturbedingter Missverständnisse in der Kommunikation

–          Pragmatische Tipps zur Konfliktvermeidung im internationalen Geschäft und für international tätige Unternehmen

 

3. Konfliktmanagement

–         Kulturbedingte Konfliktstille

–          Konfliktphasen

–          „Konfliktfronten“ im Unternehmen bzw. nach Außen

–          Klassische Instrumente zur Lösung der Konflikte (Außer Gericht)

–          Viele „Sachkonflikte“ sind im Grunde kulturbedingte Missverständnisse.

Interkulturelle Extras zur Lösung der Konflikte

 

4. „Mach aus Zitrone Limonade“ (Carnegi) oder der Konflikt als Chance

–          Konflikte im internationalen Kontext sind vorprogrammiert

–          Von Geschäftsteilnehmern zur Geschäftsfreunden

–          Langfristige Orientierung nach innen und nach außen

5. Resümee/ Feedback/ Ausblick

 

Wann?  19. November 2012, von 10 bis 17 Uhr

Wo? Salon Bellevue im Hotel „Savoy“ Fasanenstraße 9  10623 Berlin,

10 min. vom Bahnhof Zoo entfernt, Seitenstraße vom Kurfürstendamm

 

Teilnehmergebühr in Höhe von 780 Euro beinhaltet die Seminarunterlagen, zwei Kaffeepausen und Mittagsessen im ausgezeichneten „Weinrot“ –Restaurant des Hotels „Savoy“ – dem Ort der Durchführung des Workshops.

 

Um intensive Arbeit im Seminar zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmer konsequent auf 12 Teilnehmer begrenzt, es empfiehlt sich daher eine frühzeitige Anmeldung

per  Fax: 030 / 39 88 45 19 oder per Mail: info@interkulturell.eu.

Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie eine Rechnung, die im Voraus beglichen werden sollte. Die drei zuerst angemeldeten Teilnehmer erhalten als Willkommensgeschenk das Fachbuch zum Thema des Seminars.

 

Als weiterführende Maßnahme kann zusätzlich ein persönliches Coaching bei Irina Zlotina für den 20. November 2012 gebucht werden.  Details und Anmeldung unter: irina@interkulturell.eu sowie telefonisch unter 030 / 39 88 45 57

 

Für die Teilnehmer des Seminars ist ein Kontingent der Zimmer des gehobenen Standards zum günstigen Preis, in diesem traditionsreichen privat geführten Hotel im Herzen Berlin City West, eingerichtet.  www.hotel-savoy.com  Tel.: 030 / 52 00 55 742     Stichwort bei der Reservierung (bis zum 18. Oktober):  IKWW

 

Dozentin: Dipl. Wirtschaftsingenieurin und Expertin für interkulturelles Management, Fachbuchautorin, Trainerin und Coach Irina Zlotina, Berlin

Assistenz: MA Gudrun Dohse, Berlin, Beraterin für internationales Business für große und mittelständische Unternehmen

Read more: www.interkulturell.eu

EU-Krise? Jetzt erst recht: GO RUSSIA!

 

Warum Geschäft mit Russland sich gerade jetzt lohnt und wie das am besten konkret anzugehen ist

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer fragte im Juni 2012 ihre rund 6.000 Mitglieder, welche Auswirkungen die Eurokrise auf ihr aktuelles Geschäft habe. Nur 9% beantworteten diese Frage mit „negativ“, die absolute Mehrheit bezeugte keine Auswirkung. Kein Wunder, denn der russische Markt ist nicht fest an den Euro gebunden, die Bankenfinanzierung spielt eine weit geringere Rolle als im Westen. Der lang verhandelte aber nun perfekte Beitritt Russlands zur WTO macht viele Geschäfte einfacher und die Geschäftsprozesse transparenter. Also gerade jetzt könnte der Export-Europameister Deutschland die Stagnation im EU Binnenmarkt mit Russland ausgleichen.

Dies gilt umso mehr für die mittelständischen Unternehmen. Schon jetzt sind 90% der Mitglieder deutsch-russische  AHK – Mittelständler. Tendenz steigend? Sehr wahrscheinlich! Die kleineren Unternehmen können sich einerseits keine „Durststrecke“ leisten, andererseits profitieren sie in der EU-Krisenzeit in den neuen Märkten von ihrer Flexibilität, den kurzen Entscheidungswegen und dem persönlichen Charakter der Geschäfte mit Russland.

Denn das russische Geschäft verträgt nicht das Personal-Karussell, das für große Unternehmen als „Job-Rotation“ eine heilige Kuh ist.   Kaum mit einem russischen Ansprechpartner  „warm“ geworden, übernimmt der deutsche Ansprechpartner eine Aufgabe in Fernosten oder in einer anderen Region des global tätigen Riesen. Das kann nicht nur zur Verzögerung im russischen Geschäft führen, sondern auch zu Verstimmungen; nach dem Motto „Wir sind ihnen nicht wichtig!“ Dabei sollte das Management keine Angst vor den „zu engen persönlichen“ Geschäftsbeziehungen zwischen seinen Mitarbeitern und den russischen Partnern haben. Gerade solche Geschäftsfreundschaften sind der beste Schutz für das Unternehmen vor Korruption. Diese These wurde von vielen meiner Kunden in der Praxis erprobt und bestätigt: stimmt die Chemie zwischen den Verhandlungs- oder Projektpartnern nicht, helfen keine Gelder der Welt das Geschäft erfolgreich zu gestalten; entsteht eine persönliche Beziehung, Geschäftsfreundschaft, ist der deutsche Partner beim Korruptionsrisiko außen vor, denn bei Freunden schnorrt man nicht!

So viel zu den Besonderheiten der russischen Wirtschaftspsychologie. Es gibt noch einen weiteren „weichen“ Faktor, der das Geschäft mit Russland in der Krisenzeit besonders erfolgsversprechend erscheinen läßt: Die Krisenfestigkeit der russischen Bevölkerung. Die Finanz- und Währungskrise in Europa ist ernsthaft, keine Frage. Im Vergleich zu den Umbrüchen und Wirtschaftskatastrophen, die die Russische und sowjetische Bevölkerung in den letzten 25 Jahren erlebt und überstanden hat, relativiert sich Wahrnehmung der aktuelle Situation in Europa. Ein krisenerprobter und krisenrobuster russischer Konsument lässt sich nicht so schnell aus der Fassung bringen, und seine – im Nachholbedarf begründete – Kauflaune verderben. Fast 80% der in Russland tätigen Unternehmen verzeichneten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 einen Umsatzzuwachs.

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und kulturbedingte Besonderheiten russischer Manager und Konsumenten führen gerade jetzt zum Erfolg und lassen sich in Wachstum übersetzen.

Read more: www.interkulturell.eu

WTO heißt auf Russisch WTO, Import-Export – genauso, nur die Schreibweise trennt die Begriffe voneinander

Jedoch die Bewertung des Beitritts Russland zur Welthandelsorganisation ist unterschiedlich.

Die deutschen Manager und Wirtschaftsmedien vernehmen die Ratifizierung der Verträge durch die Duma mit Erleichterung.

Meldung in der Frankfurter Allgemeinen  vom 10. Juli: „Die russische Staatsduma hat am Dienstag mit den Stimmen von 238 der 447 anwesenden Abgeordneten dem Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) zugestimmt. Damit endet ein seit 1993 währender Verhandlungsmarathon. Russland ist das letzte große Schwellenland, das nun nach Ablauf von 30 Tagen in den Kreis der 155 WTO-Länder aufgenommen wird. Experten erwarten von dem Beitritt eine Stimulierung des Wettbewerbs, sinkende Preise, ein größeres Warenangebot, umfangreiche Liberalisierungen und Reformimpulse, Bürokratieabbau und nicht zuletzt einen gesicherten Rechtsrahmen, der das strapazierte Investitionsklima fördern und ausländische Geldgeber anlocken wird“.

Russische Medien sind da skeptisch und begründen ihren Pessimismus mit der Stimmung in der Wirtschaft und in Politik.

So berichtet beispielsweise die zentrale russische Wirtschaftszeitung Vedomosti ebenfalls am 10. Juli: „Die Abgeordneten haben über die Empfehlungen der Regierung zum Schutz der Interessen der einzelnen Branchen abgestimmt. Im Entwurf einer Verordnung der Staatsduma (liegt dieser Zeitung vor) waren 148 Empfehlungen — der betreffenden Branchen und der Wirtschaft insgesamt. Die Ideen sind — bis zur Revision der Steuerpolitik, zum Beispiel, der Ersatz der Mehrwertsteuer durch die Steuer auf Verkäufe. Die Abgeordneten sind im Begriff, den russischen Unternehmen aus den betroffenen Branchen die Präferenz bei den Staatseinkäufen anzubieten sowie Unterstützungen und verschiedene Ermäßigungen zu gewähren. Insbesondere muss ab dem Tag des Inkrafttretens des Protokolls über den WTO-Beitritt das vierteljährliche Monitoring geführt werden, z.B. über die Einfuhr der Waren, den Einfluss auf den Produktionsumfang  und über den Anteil am Binnenmarkt von ähnlichen Waren russischer Herkunft.“

Nicht umsonst versuchte der Leiter der russischen Delegation bei den Verhandlungen über Beitritt der Russischen Föderation zur WTO Maxim Medvedkov die Erwartungen der deutschen Manager zu dämpfen (Jahreskonferenz Russland in Berlin am 28. Juni 2012, wegweiser): „Beitritt Russlands zur WTO ist keine Revolution, sondern Evolution!“

Read more: www.interkulturell.eu